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Profi-Radsport

Rapp hofft auf UCI-Genehmigung

D-Tour setzt auf modernere Dopingtests

18.08.2008 - (sid/rsn) - Bei der Deutschland-Tour (29. August - 6. September) sollen erstmals „Intelligente Dopingkontrollen" zum Einsatz kommen. Wie die Organisatoren der Rundfahrt am Montag anlässlich der Präsentation des Etappenorts Neuss mitteilten, liegt dem Radsport-Weltverband UCI ein entsprechender Antrag vor. "Bei einer Genehmigung sind wir allen anderen Sportveranstaltungen weltweit voraus", sagte Kai Rapp, Geschäftsführer der Deutschland Tour. Mit einer Entscheidung der UCI rechne man innerhalb der nächsten 14 Tage.

Mit der Analyse auf den im Leistungssport weit verbreiteten "Regenerationsbeschleuniger" Insulin käme dann ein kürzlich durch die Welt-Antidoping-Agentur WADA genehmigtes Verfahren zum Einsatz. Dieses wurde durch das Institut für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln entwickelt und der UCI in Gesprächen vorgestellt. Gleiches gilt für das Verfahren zur Analyse auf Urinmanipulation und dem Einsatz der Isotopenmassenspektronomie (IRMS) zum Nachweis des muskelaufbauenden Testosterondopings. Auch auf alle bekannten EPO-Derivate wie zum Beispiel "Micera" wird getestet werden.

Laut Rapp werde auf die teilnehmenden Athleten bezüglich des Umfangs der Kontrollen "mehr" zukommen. "Die Rückmeldungen zeigen mir, dass die Teams sehr interessiert an den neuen Verfahren sind. Ich hoffe auch, dass alle Beteiligten gewarnt sind. Wir werden sehr stringent, aber nicht destruktiv, sondern konstruktiv vorgehen", kündigte Rapp an.

Wie der Nachfolger des Saunier Duval-Teams, dessen Namenssponsor nach dem Dopingfall Riccardo Ricco bei der Tour de France aus dem Radsport ausstieg, behandelt wird, ist noch nicht bekannt. Die Organisatoren stehen der Meldung der jetzt unter dem Namen Scott-American Beef firmierenden Mannschaft aber offenbar ablehnend gegenüber. Rapp äußerte sich dazu wie folgt: "Der UCI liegt eine Anfrage vor, die unsere Interessen beinhaltet."