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18.08.2008 - (sid/rsn) - Bei den olympischen Bahnwettbewerben in Peking darf sich Maximilian Levy Hoffnungen auf seine zweite olympische Medaille machen. Der frühere Junioren-Weltmeister erreichte bei den Bahnrad-Wettbewerben im Laoshan Velodrome überraschend das Halbfinale in der Königsdisziplin Sprint und kämpft damit nach seinem dritten Platz im Teamsprint um weiteres Edelmetall.
Levy setzte sich im Sprint-Viertelfinale gegen den Niederländer Teun Mulder klar in zwei Läufen durch und trifft nun im Halbfinale auf den Briten Jason Kenny. Topfavorit auf Gold bleibt aber "the flying Scotsman" Chris Hoy, der auf den Franzosen Mickael Bourgain trifft.
"Beim größten Radrennen der Welt unter den besten Vier zu sein, ist ein Traum. Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht. Das muss ich erstmal genießen", sagte Levy nach seiner Gala-Vorstellung und ergänzte mit Blick auf das Duell gegen Kenny: "Nach vier Tagen ist bei den anderen der Akku genauso leer. Ich bin überrascht, wie stark Kenny ist. Im letzten Jahr waren wir noch auf einem Level. Da habe ich knapp verloren, ich hoffe diesmal läuft es andersherum."
Bundestrainer Detlef Uibel ist dagegen nicht allzu optimistisch: "Das wird schon sehr schwer, die Briten haben eine unglaubliche Leistungsexplosion geschafft. Im Rennen um Platz drei hat Maximilian aber auf alle Fälle Chancen. Da entscheidet die Tagesform. Er hat sich hier gut verkauft."
Levy, der nach einem Jahr mit vielen Verletzungen rechtzeitig zu Olympia in Topform ist, kämpfte sich Runde für Runde durch den Wettbewerb. Als Sechster in der Sprint-Qualifikation hatte der Cottbuser bereits in der ersten Runde Mulder zum Gegner und gewann. Der Niederländer kam allerdings über den Hoffnungslauf weiter, schaltete im Achtelfinale Stefan Nimke (Schwerin), den zweiten deutschen Teilnehmer aus, und machte somit das Wiedersehen mit Levy perfekt.
Der ließ seinem "Lieblingsgegner" aber keine Chance. Damit winkt dem BDR die dritte Medaille im Radsport, nachdem die Teamsprinter um Levy Bronze und Roger Kluge im Punktefahren Silber geholt hatten.
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