Profi-Radsport

Salzwedels Dänen chancenlos

Britischer Vierer mit Fabel-Weltrekord zum Olympiasieg

18.08.2008 - Peking (dpa) - Die britische Erfolgsserie bei den Bahnwettbewerben von Peking hält an. Ed Clancy, Paul Manning, Geraint Thomas und Bradley Wiggins holten im Bahnvierer die Goldmedaille mit dem Fabel-Weltrekord von 3:53,314 Minuten.

Die Briten verbesserten im Vierer die eigene Bestmarke vom Vortag (3:55,202) und schraubten ihre Erfolgsbilanz auf fünf Olympiasiege nach sieben Disziplinen. Athen-Olympiasieger Australien wurde von Bronzemedaillengewinner Neuseeland auf den vierten Platz verwiesen.

Die «fliegenden Engländer» ließen dem von Heiko Salzwedel gecoachten Vierer der Dänen im Finale keine Chance und passierten ihn sogar auf der Ziellinie. Zum ersten Mal seit den Olympischen Spielen 1952 war kein deutsches Verfolger-Team qualifiziert. «In London sieht das wieder anders aus», versprach BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer. Der BDR verbuchte bisher in den Rad-Wettbewerben in Peking eine Bronze- und eine Silbermedaille bei den Bahnfahrern.

Nicht nur Weltverbands-Präsident Pat McQuaid hegt keinerlei Zweifel an den britischen Bahnfahrern. Auch der ehemalige Stunden-Weltrekordler Chris Boardman würde sein «Gehalt verwetten», dass die Briten sauber sind. «Wir haben das beste Trainingssystem, in dem für die Sprinter auch der deutsche Ex-Sprinter Jan van Ejden sehr gute Arbeit leistet, einen Psychologen und ein Ausleseverfahren wie in keinem anderen Landesverband. Unsere Entwicklung ging kontinuierlich nach oben», sagte der Angestellte des britischen Radsport-Verbandes, der «sieben Goldmedaillen» in den zehn Bahn-Wettbewerben prophezeite. Boardman koordiniert die Arbeit der Bahn-Trainer von der Insel.