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"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."

(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)

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UCI verliert den Machtkampf

Teams zetteln Radsport-Revolution an

16.07.2008 - Foix (dpa) - Der Weltverband UCI hat die Hoheit im Profi-Radsport endgültig verloren. Nach einem monatelangen Machtkampf kehren die wichtigsten Profi-Teams und die drei großen Veranstalter dem umstrittenen UCI-Chef Pat McQuaid den Rücken und nehmen die Geschicke in eigene Hände.

«Das hat sich seit Paris-Nizza gezeigt, dass es dieses Jahr ein High Noon geben wird», sagte Deutschland-Tour-Chef Kai Rapp der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Es ist eine Möglichkeit, ein neues und funktionierendes System zu errichten», sagte Tour-Direktor Christian Prudhomme.

Die Radsport-Revolution in Frankreich, die am Dienstag in Pau durch die Beschlüsse der 18 Pro-Tour-Teams ausgerufen wurde, hatte Hans-Michael Holczer angestoßen. «Es brauchte Mut, um die einzelnen Teams anzusprechen. Wir benötigten für uns und die Sponsoren Planungssicherheit für die kommenden Jahre», erklärte der Gerolsteiner-Teamchef, der weiter für sein Team nach einem neuen Geldgeber sucht.

Die Vereinbarung beinhaltet, dass in den kommenden beiden Jahren alle 18 Pro-Tour-Teams - darunter auch der 2008 von der Tour de France ausgesperrte Astana-Rennstall von Andreas Klöden und Toursieger Alberto Contador - bei den großen Drei-Wochen- Rundfahrten in Italien, Frankreich und Spanien sowie den wichtigsten Eintagesrennen garantiert an den Start gehen dürfen. «Es gibt ein ganz neues Gerüst. Die Karten werden sicherlich neu gemischt», sagte Rapp. Dem Hamburger ist bereits signalisiert worden, mit den von ihm veranstalteten Wettbewerben D-Tour und Hamburg Cyclassics auch künftig «in der Liga der besten Rennen» mitzumischen.

Die «Revolutionäre» wollen trotz des eingestandenen «Affronts» (Milram-Teamchef Gerry van Gerwen) McQuaid die Hand ausstrecken: Die UCI soll laut van Gerwen «weiter die Radsport-Regierung» bleiben. Doch der Weltverband ergeht sich wie beim gegen den Tour-Veranstalter ASO verlorenen Disput vor Paris-Nizza in vagen Sanktionsdrohungen. McQuaid drohte als Reaktion auf die Bekanntgabe von Pau nicht zum ersten Mal mit der Möglichkeit eines Ausschlusses von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften von 2009 an. «Diese Teams riskieren den Ausschluss aus der UCI. Sie haben eine Verantwortung gegenüber dem Rest des Sports, und dieser werden sie nicht gerecht», verurteilte der Ire den Schulterschluss seiner Gegner.

Mit den Beschlüssen, die erstmals am 4. Juni in Frankfurt/Main diskutiert wurden, geht die ProTour nach vier Jahren zu Ende. Die entscheidende Frage wird sein, welche Instanz künftig die Doping- Tests bei den Rennen durchführen wird. Bei dieser Tour ist der Weltverband schon außen vor. Die Kontrollen beim Saison-Höhepunkt laufen unter der Oberaufsicht der nationalen Anti-Doping-Agentur AFLD unter Assistenz der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Künftig könnte etwa dem europäischen Dachverband eine wichtigere Rolle zukommen.